BESTENS BETREUT

Neues Angebot und breite Qualitätsoffensive für den Bildungsstandort Waidhofen.

Das Betreuungs- und Bildungsangebot in Waidhofen wächst. Während auf Bundesebene über Nachmittagsbetreuung debattiert wird, ist eine Ganztagesschulform in Waidhofen seit fünf Jahren Realität. Die ersten Abgänger der Ganztagsschule haben im vergangenen Jahr in den Mittelschulen und Gymnasien angefangen. „Unser Weg ist bedarfsgerecht, dort wo man es braucht, wird der Bedarf auch gedeckt“, sagt Bürgermeister Werner Krammer. Betreuung wird in Waidhofen groß geschrieben. Auch weil es die Möglichkeiten für Frauen stärkt. Das beginnt bei der Kleinstkindbetreuung in der Zwergenschaukel und meint das bunte Betreuungsangebot in allen Volksschulen und Kindergärten der Stadt.

Zudem wurde in den letzten zwei Jahren ein alternatives Bildungskonzept aufgebaut und umgesetzt: die Freiraum.Klasse. „Eine Idee, die Dank viel Herzblut einer Bürgerin, Elisabeth Lietz, dem Bildungsmanager Josef Hörndler, Volksschuldirektorin Ruth Salamon und Bürgermeister Werner Krammer Wirklichkeit wurde“, freut sich Bildungsstadträtin Nadja Koger. Seit dem heurigen Schuljahr werden acht Schülerinnen im Plenkerschulzentrum in neu adaptierten Räumlichkeiten unterrichtet. 

 

Individuelle Stärken hervorbringen
Neu finden sich auch die restlichen Bildungseinrichtungen Waidhofens zusammen. Bildungsstadträtin Nadja Koger ist  Koordinatorin und Teil des Prozesses, in dem sich alle Schulen Waidhofens sozusagen selbst prüfen – insbesondere um ihre individuellen Stärken hervorzubringen. Denn auch Schulen stehen heute in Konkurrenz um Köpfe.

Der Bildungsstandort Waidhofen wird seit 2020 näher unter die Lupe genommen, um daraus Learnings für den Ausbildungs- und Schul-Standort zu ziehen, in dem die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt steht. Denn Schulen haben auch Verantwortung für die Gesellschaft. Im Zuge des Prozesses wurde  die Vielfalt der Bildungseinrichtungen mit der inviduellen Vielfalt der Schüler in Einklang gebracht. Unter anderem wurden Workshops mit Kindergartenpädagoginnen, Eltern und Schuldirektoren, aber auch mit betroffenen Eltern abgehalten. Außerdem wurde eine Online-Umfrage mit den Schülerinnen zum Thema Wohlfühlen gemacht.

 

Miteinander und gegenseitige Inspiration
Als Ergebnis des Gesamtprozesses entsteht ein gemeinsames Verständnis aller Bildungseinrichtungen Waidhofens. „Es geht nur miteinander! Es war wichtig, dass wir alle Schultypen und Anspruchsgruppen rund um das Thema Schule an einem Tisch gebracht werden konnten, sie wissen es schließlich am Besten“, so Bildungsstadträtin Nadja Koger. „Das große Ganze ist immer mehr als die Summe seiner Bestandteile. Die Bildungseinrichtungen Waidhofens ziehen ihre Stärken aus einem umfassenden aufeinander abgestimmtes Angebot. Man inspiriert sich gegenseitig .“

Zum regelmäßigen Austausch im Schulbereich unter den Verantwortlichen werden auch Bildungsstammtische initiiert. „Man merkt sehr schnell wie wichtig gemeinsame Treffen sind, weil Bildungsverantwortliche ähnliche Herausforderungen haben. Insgesamt ist Bildung ein besonders wichtiger Faktor, wenn es darum geht, eine lebenswerte Stadt zu sein. 

Um die bisherigen Ergebnisse mit allen Verantwortlichen diskutieren zu können, wurde Mitte Oktober eine Bildungsklausur abgehalten. Koger:„Es ist eine Herausforderung das Ökosystem unserer Schulen lebendig zu halten, aber sie sind bereit Bewährtes zu hinterfragen und neue Wege zu gehen. Damit befähigen wir auch unsere Schüler ihre Zukunft achtsam zu gestalten.“ Als gemeinsames Projekt sollen die „Freidays“ umgesetzt werden - dabei soll ein „Global Goal“ im Mittelpunkt stehen.